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Unser Verein ist einer der ältesten und traditionsreichsten Vereine der Stadt Trier. An dieser Stelle möchten wir Ihnen die Entstehungsgeschichte des Vereins erzählen.

VfL Trier 1912 e.V. - Die Geschichte

Vereinswappen FV Hansa 1912
Vereinswappen SV Phönix 1913

Fußball im Trierer Süden. Es begann mit Hansa und Phönix.

Mit dem Moselkahn zum Sportplatz.Um die Jahrhundertwende erlebte der Sport auch in Trier eine stürmische Entwicklung. Die Turner hatten den Anfang gemacht und die Idee von Turnvater Jahn in die Praxis umgesetzt. 1905 kam dann auch der Fußballsport an die Mosel, als ein gewisser Ernst Vent aus Thüringen den ersten Trierer Fußballclub, kurz TFC genannt, gründete. Bereits ein Jahr später tritt der FC Moselland 06 hinzu. Aus beiden Vereinen entstand vierzig Jahre später der heutige SV Eintracht Trier 05. Doch zurück nach Trier-Süd. Auch dort in Löwenbrücken, Heiligkreuz und Medard wurde man vom Fußballfieber gepackt. 1912 versammelten sich in der Gastwirtschaft Ney in St. Medard eine Hand­voll junger Männer und gründete den „FV Hansa“. Der Chronist nennt folgende Gründungsmit­glieder: Peter Müllenbach, Leonard Oberbillig, Jakob Regnery, Josef Pitzen, Jakob Zaunmüller, Franz Sigismund, Jakob Herschler und Stephan Petry. Der neue Fußballc1ub mit seinem Vorsitzenden Jakob Zaunmüller konnte gerade elf Spieler aufbieten. Doch die Begeisterung war riesig. Schon ein Jahr später hatte sich die Mitgliederzahl auf einhundert erhöht. Ein Kuriosum besonderer Art muss er­wähnt werden: da man in ganz Trier-Süd keinen halbwegs geeigneten Platz fand, musste man zu jedem Spiel mit einem Kahn über die Mosel zur Eurener Flur übersetzen! Wie viele Spiele damals wohl buchstäblich ins Wasser gefallen sind? Die leidige Sportplatzfrage stand weiterhin immer im Mittelpunkt des Interesses. Der Platz auf der Eurener Flur wurde bald vom Militär beansprucht.  Man spielte einige Zeit auf „Müllers Wies“ beim Kaffee Dötsch (die Torstangen waren bitteschön mitzubringen). Dann zog man wieder um. Ein Gelände an der heutigen Lintzstraße schien geeignet; dann musste die „Kipp“ an der Hohenzollernstraße herhalten, bis man schließlich an der Kapellenstraße ein Gelände des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums pachten konnte. Die Jahrespacht be­trug übrigens 200 Reichsmark, für damalige Verhältnisse eine wahrhaft stolze Summe. Aber man war mit Mut und Begeisterung bei der Sache. Zur Platzeinweihung gab man sich "international" und lud Gäste aus Luxemburg und Lothringen ein. Im Endspiel schlug Hansa überraschend die Gastmannschaft aus Metz und mit dem ersten Pokal zog man wie ein Weltmeister nach St. Medard. Auch in Heiligkreuz blieb man nicht untätig. Zwar spielte dort, unter dem Berg an der Spitzmühle, der Sportverein 05 schon Fußball, aber dem Stadtverein wollte man sich nicht anschließen; etwas "Eigenes" musste her. So setzte man sich 1913 zu Anton Thull in die Wirtschaft und nach einigem hin und her hatten auch die Heiligkreuzer ihren Fußballclub, den SV Phönix 1913. Auch hier sind uns die Namen der Vereinsgründer überliefert: Johann Beck, Viktor Becker, Jakob Bisdorf, Johann Dahm, Nikolaus Götten, Johann Haas, Wilhelm Kirchartz, Johann Lellinger, Heinrich Loser, Matthias Lellinger, Josef Sebastiany, Matthias Schwind, Johann Stölp und Kar! Staib. Auch die Heiligkreuzer hatten anfangs ihre Platzprobleme. Zuerst spielte man im "Razens Garten" an der Seniastraße. Dann zog man auf die Weismark und spielte an der Schammatmauer. Doch das war wohl zu weit von der „Lind“ entfernt. Man wollte unbedingt in Heiligkreuz bleiben. Lange und schwierige Verhandlungen brachten schließlich 1924 den bejubelten „Erfolg“: Am damaligen Ortsausgang - heute Gelände der Jugendverkehrsschule (aktuell: Edeka-Markt) - wies die Verwaltung einige Grundstücke zum Ausbau an. Um diesen Platz an der Rotbachstraße, der schließlich auch noch den VfL-Mannschaften bis in die fünfziger Jahre diente, hatten sich besonders Hans Müller und Johann Lellinger verdient gemacht. Im Eröffnungsspiel standen sich die führenden Vereine des damaligen Mosel-Saar-Bezirks, Saar 05 Saarbrücken und Sportverein Trier 05, gegenüber.

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